Ein Sommer voller Leben - oder - Neusortierung

Dieser Sommer war etwas Besonderes. Wir waren das erste Mal seit langem gar nicht im Urlaub, sondern haben unseren Urlaub zuhause verbracht. Um so erstaunter bin ich, wie voll sich dieser Sommer anfühlt, wie intensiv, wie voll mit Leben. Mein Plan, weniger Zeit im Internet zu verbringen und mir mehr Zeit fürs Lesen zu nehmen, ging leider nur bedingt auf. Und doch, wie nebenbei, ist da etwas in mir gewachsen. Zu Gott hin. Gleichzeitig ist mir vielleicht auch bewusster denn je, wie viel höher Gott ist, wie wenig ich fähig bin, von mir aus seine Gedanken zu denken.

 

Da gab es ganz hohe Hochs aber auch tiefe Tiefs - alles in nur einem Sommer. Verrückt. Gleich zu Beginn habe ich an einem "Kick-Start" Seminar von The last reformation teilgenommen. Es war eine wertvolle Zeit für mich, herausfordernd, begeisternd - aber auch durchrüttelnd, verwirrend, die mich dazu gebracht hat, alles nochmal neu zu durchdenken, und damit bin ich noch nicht fertig. Wir konnten erleben, wie Menschen geheilt wurden. Am eindrücklichsten war für mich, wie ein Bein nachgewachsen ist, so dass der Unterschied zwischen den Beinen ausgeglichen wurde und Rückenschmerzen verschwanden. Und dann Heilungen, die ich an mir erlebt habe! Zuerst dass ich wieder Weizen essen kann. Doch nun kam bei einer Untersuchung heraus, dass auch meine Schilddrüsenunterfunktion geheilt ist! Und eine Dornwarze, die mir solche Schmerzen verursacht hat, dass eine halbe Stunde auf den Beinen eine richtige Tortur für mich war, "vertrocknete" nach dem Beten und etwa zwei Wochen später konnte ich sie einfach abziehen! Für diese drei Dinge hatte ich auf der Freizeit schon beten lassen und für die Dornwarze dann nochmal in unserer Gemeinde.

Bei mir waren etwa vor etwas über drei Jahren große helle Leberflecke aufgetaucht. Es kamen immer mehr und sie wurden größer und größer. Der größte war über 2 Zentimeter groß. Sie sind auch verschwunden nach einem Gebet (da habe ich sogar selber gebetet - sie waren nicht direkt verschwunden, aber als ich ein paar Tage später hinschaute, war nur noch der größte ganz schwach zu erahnen :)

 

Schwierig war für mich der Gedanke, dass Gott zornig werden könnte. Zorn war für mich unter menschlichem Verhalten abgespeichert und es passte so gar nicht mit Gott zusammen. Die Verse muss ich immer überlesen haben.

Zum Beispiel hier:

 

Joh. 3,36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

 

Das ist ja ein total bekannter Vers - allerdings wird oft nur der erste Teil zitiert. Es geht nicht nur darum an Jesus zu glauben - in Jakobus 2,19 steht:  Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern. - sondern dann auch wirklich so zu leben, "als ob man das glauben würde" ;-) Meist betonen wir eher, dass wir aus Gnade errettet sind, nichts dazu beitragen können, nur glauben müssen - und das stimmt ja auch. Aber wenn man an Jesus glaubt und mit ihm Beziehung lebt, verändert sich unser Leben ganz automatisch - dann handeln wir anders...

 

Hier kommt der Unterschied auch zum Ausdruck:

 

Römer 2,8 Diejenigen aber, die nur für sich selbst gelebt haben, die nicht der Wahrheit, sondern der Ungerechtigkeit gehorchten, wird Gottes ganzer Zorn treffen.

 

Gott hat einen Auftrag für uns und der ist ziemlich herausfordernd:

 

MK. 16, 15-18 Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.
Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;
werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.

 

Obwohl ich so viele Heilungen selber erlebt habe, war es mir irgendwie befremdlich, dass Gott diese Wunder auch durch mich tun will. Das fühlte sich so an, als ob ich Gott spielen wollte. Einmal hatte es ja direkt "funktioniert" - das ist ein ziemlich schlechter Ausdruck an dieser Stelle. Es geht darum, was Gott tun möchte und dass ich mich einfach zur Verfügung stellen soll - als sein "Leib auf der Erde". Die Gemeinde ist Gottes Leib, durch den er wirken möchte. Das möchte ich immer mehr erleben - dazu muss ich "Schritte gehen, die ich noch nicht gegangen bin". Und auf die "Gefahr" hin, dass Gott mal ein Wunder durch mich tut und mal nicht - darf ich gelassen bleiben. Mein Job ist es loszugehen, damit Er tun kann. Wenn ich nicht losgehe, ist schon klar, dass kein Wunder durch mich geschehen kann.

 

Da will ich mutiger sein - und mir weniger Gedanken machen, was ist, wenn kein Wunder geschieht.

 

Ich wünsche dir eine wunder-volle Woche :)

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Sommerpause

Die letzte Zeit ist sehr spannend, da ist etwas am Entstehen, wachsen. Mich beschäftigt die "letzte Reformation" , ich höre die Einheiten der "Pioneer-School"  und habe gerade selber erlebt, wie jemand durch mein Gebet geheilt wurde. Ich möchte weg vom "Christ-sein", hin zum Jünger Jesu. Torben Sondergard vergleicht in seinem Buch "Christ Jünger oder Sklave" das Wort "Christ" mit "Jünger" - und ich muss sagen, es stimmt für mich, was er da schreibt: Man kann leicht sagen, dass man "Christ" ist: Als Christ ist man vielleicht getauft, oder hat mal ein Leben mit Jesus begonnen oder glaubt an Gott. Doch von sich selber zu sagen, dass man ein Jünger Jesu ist - das kommt einem schon schwerer über die Lippen, finde ich. Da merkt man, das ist keine einmalige Entscheidung, das beinhaltet ein Leben mit Jesus, nach seinem Drehbuch, nicht mehr nach dem eigenen. Da möchte ich hin! Das klingt radikal, und das ist  es vermutlich auch. Auf jeden Fall möchte ich eine Zeit lang weniger Zeit im Internet verbringen (das hat bei mir gerade überhand genommen - nicht mal wegen den Blogs) und mehr Zeit fürs Lesen und neu-Ausrichten nehmen.

Ich wünsche dir einen tollen Sommer! Mit vielen wunderbaren Momenten. Bis im September.

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Bibel krea-tief

Eine Seite zu Römer 12,2 gestaltet...

Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und kann uns lehren, was wahr ist, und uns erkennen lassen, wo Schuld in unserem Leben ist. Sie weist uns zurecht und erzieht uns dazu, Gottes Willen zu tun. Durch die Schrift bereitet Gott uns umfassend vor und rüstet uns aus für alles, was wir nah seinem Willen tun sollen.

2. Timotheusbrief 3, 16+17

Meine (Ursprungs-)Familie ist nicht gläubig, also bin ich nicht mit dem Glauben an Jesus groß geworden. Und doch hatte ich schon früh Berührungspunkte. Vor allem ein Klassenkamerad hat mit seiner Familie wertvolle "Samen" gesäht. Bei ihm Zuhause hat man gespürt, dass hier etwas anders ist. Dass sie anders leben. Sie strahlten etwas aus, was ich schwer in Worte fassen kann, vielleicht trifft es das Leuchten und die Sicherheit eines Leuchtturmes ganz gut.

 

Mit ihnen besuchte ich auch einmal einen Kindergottesdienst und bekam von ihnen christliche Kassetten geschenkt, die ich geliebt habe. Mit so einer Kassette übergab ich damals sogar schon Jesus mein Leben. Doch dieser Klassenkamerad war irgendwann nicht mehr in meiner Klasse und wohnte bald auch nicht mehr im selben Ort. So fehlte mir jemand, der mir von Jesus erzählte, das Leben mit Jesus vorlebte.

 

Die Jahre vergingen und damit verlor sich leider mein Glaube/ meine Beziehung zu Jesus. Kurz wurde ich mal wieder mit Gott konfrontiert, als ich Konfirmationsunterricht hatte. Doch es kam nicht so richtig an bei mir an. Später hatte ich einen Deutschlehrer, den ich nicht besonders mochte. Wir Schüler fühlten uns von ihm nicht fair behandelt, hatten den Eindruck, dass er Lieblingsschüler hatte und auch sonst nicht so wirklich Interesse an den meisten. Dieser Lehrer zitierte immer mal wieder Bibelverse! Und nur, um ihm mal zeigen zu können, dass er nicht alleine "alles weiß", begann ich die Bibel (von vorne) zu lesen. Aber ich kam nicht sehr weit. Diese Texte waren mir so befremdlich und schienen so wenig mit meinem Leben zu tun zu haben. ...

 

Bis ich in meiner Studentenzeit wirklich mein Leben Jesus (neu) übergab, gab es noch einige Begegnungen, die mich auf Gott aufmerksam machten. Es kommt mir manchmal vor, als ob es viele kleine Puzzleteile gewesen wären - doch da waren zwei-drei, mit denen erst erkennen konnte, was man auf dem fertigen Puzzle sehen können wird...

 

Die Bibel ist Gottes Wort, ich glaube, dass alles was darin steht, wichtig ist. Sie ist die Möglichkeit, Gott stetig besser kennen zu lernen. Doch wenn man einfach nur darin liest - um zu lesen, um gebildet zu sein, um dem Deutschlehrer mal etwas entgegensetzen zu können ;-) - dann wirkt es wohl eher wie ein Buch wie jedes andere - oder sogar wie ein langweiliges Buch aus einer alten Zeit.

 

Doch wenn man verstehen konnte, dass es Jesus wirklich gibt und ihn so gerne besser kennen lernen möchte, ihn bittet, durch die Bibel zu einem zu sprechen, ist es das spannendste und heilsamste Buch der Welt!

 

In unserem Familienalltag fällt es mir immer wieder schwer, "alles unter einen Hut zu bringen". Mein Tag könnte wirklich mehr Stunden haben - wobei ich dann vermutlich noch mehr finden würde, was ich machen möcchte und es würde gar nichts bringen ;-) 

 

Wirklich konzentriert in der Bibel zu lesen, ist so wertvoll! Ich merke es so sehr, wenn ich das nicht mache. Als Kind habe ich nicht in der Bibel gelesen - bestimmt hätte mich das nahe bei Gott gehalten, als ich keine Menschen mehr um mich hatte, die eine Beziehung mit Gott lebten.

Vor einigen Jahren habe ich während den Gottesdienstzeiten ein Teenie-Programm angeboten. Dabei ist mal ein Kärtchen entstanden, wie man "krea-tief" in der Bibel lesen kann. Dieses Kärtchen habe ich vor ein paar Tagen wieder entdeckt und es hat mich neu ermutigt, mir wirklich mehr (konzentrierte, nicht müde!) Zeit zum Bibellesen zu nehmen. Der erste Punkt ist besonders wichtig: Gott zu bitten, dass er zu einem spricht! Die Bibel ist eben viel mehr als ein Buch gefüllt mit Buchstaben. Da steckt so viel drin und man braucht vielleicht eine Art Brille (wie bei dieses 3-D-Büchern von früher), damit man wirklich erkennen kann, was darin steckt: Heute. Für mich.

Für mich ist das so ein neuer alter Gedanke. Etwas, was eigentlich logisch und klar ist und doch irgendwie in Vergessenheit geraten ist - bei mir gerade.

 

Diesen Beitrag verlinke ich beim creadienstag

Gaben in Samenform

Gott hat jedem von euch Gaben geschenkt, mit denen ihr einander dienen sollt. Setzt sie gut ein, damit sichtbar wird, wie vielfältig Gottes Gnade ist.

1. Petrus 4,10

 

Als ich vor ein paar Tagen im Keller unsere Samentütchen durchgesehen habe, dachte ich: So toll, so viel "Potential" für unseren Garten: Blumen, Gemüse, ... Aber dann wurde mir klar, dass in unserem Garten nichts von alledem wachsen wird, solange die Samen in diesen Tütchen hier liegen werden! Solange ich keine Zeit finde - mir keine Zeit nehme (!), die Samen in die Erde einzubringen und zu pflegen, so lange sind Blumen, Gemüse, Kräuter nur schöne Bilder auf den Tütchen, die man nicht essen kann. Da entsteht nur Leben, wenn man sie in die Erde gibt und gießt.

 

Für mich war das ein Bild für die Gaben, mit denen Gott uns beschenkt hat - man könnte sie sich als "Gabensamenkörner" vorstellen. Gott gibt Gaben in Samenform. Wenn wir sie "in der Tüte" lassen, kann nicht mehr daraus entstehen, aber wenn wir sie in den Garten tragen und aussäen, dann können wunderschöne Blumen oder leckeres Gemüse entstehen. Wenn wir unsere Gaben aber gar nicht weiter ausprobieren, sie nie aus diesen Tütchen herausholen ( vielleicht auch, weil sie uns so unbedeutend vorkommen - so wie man sich fast nicht vorstellen kann, dass zum Beispiel in einem kleinen Tomatensamenkorn das Potential für viele viele Tomaten steckt), werden sie nur mit der Zeit trocken und schrumpelig - und das wunderschöne Bild aus den verschiedenen gelebten Gaben wird nie sichtbar - die bunte Blumenwiese wird es nicht geben.

Ich finde, das macht total viel Mut, Schritte zu wagen, Samen zu säen - und zu schauen, was daraus entsteht. Vielleicht gibt's ja auch bei dir noch ein paar Samen, die dringend in die Erde sollten :) Ich wünsch dir viel Freude beim Säen/Ausprobieren.

Dieser Beitrag geht zu creadienstag - einem großen Garten mit viel Platz für bunte Blumen ;-)

Gottes Wort hat Kraft

Zur Zeit bringe ich meine Gedanken zu Bibelversen wieder mehr auf kreative Weise zum Ausdruck. Sobald mich ein Vers besonders anspricht, versuche ich ihn für mich "bunt" umzusetzen. So wie bei diesem Vers.

 

Für mich ist es immer noch ein bisschen unfassbar, dass ich nun plötzlich wieder alles essen kann. (Wie das kam, kannst du hier nachlesen...) Ich genießes es so sehr und bin so sehr am Ausprobieren, was es alles für leckere Sachen gibt ;-)

 

Ja, und da ich schon einmal eine Heilung erfahren habe, wusste ich auch, dass da kurz danach nochmal Angriffe/Zweifel kommen könnten. Auf der Freizeit hat am Ende jeder, der wollte, erzählt, was er Tolles, Wunderbares, besonders Schönes auf der Freizeit erlebt hat. Es hatten noch ein paar andere Heilungen erlebt und für mich war es spannend/bestärkend, dass es bei anderen auch so schien, als gäbe es da noch die letzten 10%, die erobert werden wollen.

So ging es mir auch mit dem Weizen. Oft hatte ich nach dem Essen (zumindest jedes Mal, wenn ich mir Gedanken darum gemacht hatte) so ein flaues Gefühl im Magen, so, als ob da vielleicht wieder was zurückkommen wollte. Aber ich wusste: Diese Heilung gebe ich nicht mehr her! Und so habe ich in diesen Situationen ausgesprochen, das Jesus Christus mich geheilt hat und ich diese Heilung nicht wieder hergebe! Und Bibelverse, die mir passend dazu einfielen. Und dann war Ruhe :)

 

Nun, nach der Freizeit ist mir dieser Vers wichtig geworden:

Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist,und

wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat,

wirst du gerettet werden.

Römer 10,9

Für mich hat er eine neue Bedeutung bekommen. Bisher habe ich ihn nur auf die Bekehrung hin verstanden - also wenn man sich entscheidet, dass man sein Leben mit Jesus leben will, soll man bekennen, dass Jesus nun der Herr des eigenen Lebens ist und glauben, dass Gott ihn auferweckt hat. Aber nun bedeutet es für mich auch, dass ich auch jetzt in meinem Leben mit Gott immer wieder bekennen sollte, dass er Gott ist, dass Jesus mein Retter ist, mein Arzt, mein Helfer, ... und im Herzen daran festhalten - denn das rettet mich vor Zweifeln und Ängsten.

Da wo wir aussprechen, wie Gott wirklich ist, was Gott in unserem Leben schon Wunderbares getan hat, die Worte der Bibel - nutzen wir die "Schlüssel", die Gott uns gegeben hat um "Türen" des Zweifels, der Angst, der Sorge, ... die uns begrenzen und einsperren, zu öffnen und in Gottes Freiheit hinauszutreten.

Diesen Artiekl verlinke ich bei creadienstag...

Gott schreibt Geschichte

Der Herr, dein starker Gott, der Retter, ist bei dir.

Begeistert freut er sich an dir.

Vor Liebe ist er sprachlos ergriffen und jauchzt doch mit lauten Jubelrufen über dich.

Zefania 3, 17

 

Dieser Vers ist in der letzten Woche sehr wichtig für mich geworden. Aber von vorne. Wir waren auf der "Familien-Erlebniswoche" - von Familie-live.  Morgens und abends finden Seminare statt, es gibt Programm für die Kinder in verschiedenen Altersgruppen und auch Zeiten zusammen - und es ist immer so schön, wie in einer großeen Familie mit vielen Gelegenheiten um Gott zu begegnen.

 

In einem Seminar zeigte Michael Kienapfel den obigen Vers mit der Frage, welche Worte einen besonders ansprächen. Mich sprachen zwei Teile an - auf der einen Seite der "starke Gott" und gleichzeitig auch die große Liebe die da für mich zum Ausdruck kommt.  Allerdings dachte ich dabei - irgendwie fällt es mir schwer noch zu glauben, dass Gott ein starker Gott ist, nachdem wir gerade unser Kind verloren haben. Und auch dass Gott so voller Freude und Liebe für mich ist, schien mir nicht mehr zu passen. Vielleicht war er auch "nur" nicht so stark, wie ich immer dachte. Dann liebte er mich wenigstens noch - das wäre die bessere Alternative gewesen, fand ich.

 

Bis zu diesem Moment waren mir diese Zweifel gar nicht bewusst, ich hatte mir ja vorgenommen zu vertrauen. Der erste Tag auf der Freizeit war mir unglaublich schwer gefallen, ich hätte mich am liebsten irgendwo verkrochen, mich aus den Seminaren zurückgezogen...  Doch als mir nun diese Zweifel bewusst wurden, gestand ich sie Gott und bat ihn um Hilfe. Und er lief mir entgegen. Als erstes mit einem langen tiefen Gespräch mit Gabriela, dass mir half, innerlich auf der Freizeit anzukommen. 

 

Und weil ich mir schon vor Weihnachten vorgenommen hatte, diesmal für mich um Heilung beten zu lassen (das Thema hat mich schon das ganze Jahr beschäftigt, aber gar nicht mal direkt für mich),  trug ich mich wie automatisch in die Gebetsterminliste ein.

 

Seit fast sieben Jahren wusste ich nun schon von meiner Weizenunverträglichkeit. Sobald ich etwas aß, wo nur eine Spur von Weizen enthalten war, ging es mir - oft tagelang - schlecht, mit Bauchkrämpfen und Durchfall. Wenn man sich nicht damit auseinandersetzen muss, denkt man gar nicht, worin Weizen überall enthalten ist - und dann gibt es noch eine Menge Nahrungsmittel, die nicht klar gekennzeichnet sind, sodass man nicht ausschließen kann, dass sie Weizen enthalten. Das fängt bei Brot, Nudeln, etc. an, geht weiter über Gummibärchen, geriebenen Käse, Essig, Honig und sogar "natürliches Orangenaroma" wird aus Weizen hergestellt. Man merkt, dass ich Experte bin, oder? ;-)

 

Zuhause bei uns hatten wir uns gut arrangiert, inzwischen wusste ich, was ich essen kann und was nicht und so ging es mir die meiste Zeit gut. Essen gehen ging dafür so gut wie gar nicht und beim Essen mit Freunden daheim, habe ich mich als Last gefühlt - und musste gleichzeitig aufpassen, dass ich in einem "Weizenhaushalt" nicht doch ein Krümelchen abbekam. Enntspanntes Beisammensein ist anders. Unsere Kinder kennen viele Nahrungsmittel noch nicht, weil wir sie lieber nicht zuhause haben wollten, damit es mir nicht schlecht ging (und wir so die nächsten Tage ans Haus gebunden waren).

 

Diese ganze "Tragweite" dieser Unverträglichkeit wurde mir in den Minuten vor dem Gebetstermin bewusst - vorher hatte ich eher das Gefühl " ich komme ganz gut klar und bin froh, dass ich weiß, was ich vertrage". Das war nämlich auch nicht immer so.

 

Wichtig finde ich noch zu erwähnen, dass ich genau an dem Tag, an dem für mich gebetet wurde, vorher noch das Mittagessen nicht vertragen hatte und sich mein Magen total entleert hat. (Im Schönblick bekommt man sogar weizenfreie Kost, das war für mich schon so ein Geschenk - mal essen ohne selber zu kochen :) - wenn aber gleichzeitig weizenhaltiges Essen zubereitet ist, kann man einfach nicht garantieren, dass nie ein Krümelchen Weizen im Essen sein wird. Jedenfalls habe ich an dem Tag eindeutig noch auf Weizen reagiert.)

 

Ja, und dann war ich beim Gebet. Es war schön. Und irgendwie dachte ich, das will ich jetzt auch testen, obwohl ich nicht sagen könnte, dass da Gott irgendwie hörbar zu mir gesprochen hat - oder einer der Mitarbeiter - dass ich jetzt geheilt bin. Ich dachte einfach, ich kann nur rausfinden, ob ich geheilt bin, wenn ich jetzt Weizen esse. Seit diesem Tag (Mittwoch) habe ich ganz normal vom Buffet gegessen. Brot, Nudeln, sogar Haselnüsse - gegen die war ich nämlich auch eigentlich allergisch - aber nun kann ich alles was ich bisher versucht habe wieder essen! Ich schätze, ich kann einfach A L L E S wieder essen!

 

Heute war ich das erste Mal einkaufen, nachdem ich nun wieder Weizen essen kann - unglaublich, aber die große Auswahl plötzlich hat mich fast ein bisschen überfordert ;-) Auf der Rückfahrt sinnierte unser großer aus heiterem Himmel: "Mama, ich möchte mal Baguette essen!" - in einem Buch hat er von "Baguettes" gelesen. Und nachdem wir nun das erste Mal Brot beim Bäcker gekauft haben, wurden ihm die neuen Möglichkeiten, glaube ich, dann im Auto so richtig bewusst ;-) Und dass ich nun auch Schokoladeneis essen kann, darüber freut sich unsere Tochter am meisten für mich " super, oder?!" :)

 

Nicht nur dieses Heilungswunder hat Gott in mir bewirkt - gleichzeitig hat Gott auch mein Herz geheilt, meine Zweifel beseitigt. Ich bin ein Kind des "lebendigen Gottes", der "stark" (!!!) ist UND mich unbegreiflich liebt.  Für diese Liebe hat Michael noch einen schönen Vergleich gemacht - Gott liebt uns, wie eine Art Haustier - nicht wie ein Nutztier, von dem man sich einen Vorteil erhofft - Milch, Wolle, Fleisch. Ein Haustier schafft man sich an, weil man einfach an diesem Tier seine Freude hat, man möchte ihm ein schönes Zuhause einrichten, ist bekümmert, wenn es ihm nicht gut geht, freut sich mit über seine Freude. So eine Liebe ist diese besondere Liebe Gottes für uns - wo er einerseits sprachlos ergriffen ist und andererseits jubelt.

 

Vor der Freizeit habe ich eine Seite in meiner Bibel gestaltet - zu dem Vers aus Römer 8,28 (ich habe ein Foto davon über diesen Text gestellt). Diese Seite ist im Rücklick nun wie eine Beschreibung des Weges, den ich in der letzten Woche mit Gott gegangen bin...

 

Danke Herr, dass du mein Herz so sehr berührst!

Und die Welt dreht sich einfach weiter...

Der Heilige Geist hilft uns in unserer Schwäche. Denn wir wissen ja nicht einmal, worum  oder wie wir beten sollen. Doch der Heilige Geist betet für uns mit einem Seufzen, das sich nicht in Worte fassen lässt. Und der Vater, der alle Herzen kennt, weiß, was der Geist sagt, denn der Geist bittet für die, die zu Gott gehören, wie es dem Willen Gottes entspricht.

Römer 8,26+27

Letzte Woche war ein sehr schwerer Tag. Bei einer Routine-Untersuchung haben wir erfahren, dass unser drittes Wunder in meinem Bauch gestorben ist. Wir hatten uns schon so darauf gefreut es kennen zu lernen und aufwachsen zu sehen, darauf gefreut, wie die Kinder miteinander lachen und spielen würden. Doch plötzlich ist alles anders - doch die Welt dreht sich weiter. Wenn jemand stirbt hat man das Gefühl, die Welt müsste zumindest einen Moment aufhören sich zu drehen, es müssten doch alle bemerken, was hier gerade Schlimmes geschehen ist - doch - es - geht - alles - ganz - normal - wie - immer - weiter. Verrückt.

 

Diese Schwangerschaft wollte ich mir keine Sorgen machen. Sondern lernen, Gott so richtig zu vertrauen. Und dann wurde mir bewusst, dass sich mein Vertrauen eher auf meiner Erfahrung gründet - zwei Mal ging doch schon alles gut. Mein Körper scheint das schon irgendwie hinzukriegen, warum kein drittes Mal?

 

Jetzt kann ich wirklich lernen, Gott zu vertrauen. Dass das alles einen Sinn hat. Den ich nicht verstehe,  den es aber gibt. Und:

 

Und wir wissen, dass für die, die Gott lieben

und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten führt.

Römer 8, 28

 

Ehrlich gesagt hätte ich gar nicht gedacht, dass es so weh tut, ein Kind zu verlieren, dass man noch gar nicht in den eigenen Händen gehalten hat, dass man noch nicht wirklich gesehen hat. Doch schon zu diesem kleinen Wunder ist eine große Beziehung entstanden. Schön und schwer gleichzeitig.

 

Ich fühle mich tatsächlich getragen. Am Tag der Nachricht kamen bei uns Schmetterlingsraupen an, auf die wir schon 1 1/2 Wochen gewartet hatten. Babys die noch im Bauch gestorben sind, nennt man auch Sternen- und Schmetterlingskinder. Für mich ein Zeichen, dass Gott um meine Trauer weiß, mich sieht, mich trägt. Da sind immer wieder tröstenden Bilder in der Natur (wie dieses abgemähte Pusteblumenfeld - ein kurzer "die-Welt-steht-doch-still"-Moment). Hoffnungsvolles, liebe Worte von lieben Menschen.

 

Und da ist die Freude über meine Familie. Dass ich Familie habe. Vorher hat sich meine 4-köpfige Familie komplett angefühlt, plötzlich scheint einer zu fehlen, dachte ich. Aber das stimmt nicht. Unser drittes Wunder ist ja trotzdem Teil von uns.

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Auf königlichem Pfad

Es gibt nur sehr sehr sehr wenige Bücher, die ich zwei Mal lese - dieses Buch habe ich schon viel öfter gelesen, weil es mir immer wieder so gut tut. Diesen April hat mich das Buch nun wieder begleitet :)

Die Hauptperson Zoe in diesem Fantasieroman bekommt eine Nachricht vom König, dass sie zu ihm eingeladen ist. Sie hat schon von ihm gehört, war sich aber bisher nicht so sicher, ob es ihn wirklich gibt. Nun lässt sie für diese abenteuerliche Reise ihr ganzes altes Leben zurück und lernt und erfährt viel Wunderbares.

Obwohl "Fantasiegeschichten" normal gar nicht meins sind, liebe ich dieses Buch. Es verbildlicht das Leben mit Gott. Da gibt es die Terronas, die Schattenwesen, die versuchen, die Gedanken durcheinander zu bringen, Angst zu machen und noch viele andere Wesen, die Zoe von ihrem Weg zum König abbringen wollen. Doch Zoe lernt immer mehr, sich auf die Gegenwart und Versorgung ihres Königs zu vertrauen.

 

Man kann das Buch "Auf königlichen Pfad" von Deborah Joyner Johnson wohl gar nicht mehr neu kaufen, aber gebrauchte findet man im Internet, zum Beispiel hier...

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Ein neuer Lebensrhythmus

Lang, lang ist ´s her seit meinem letzten Eintrag... Der April verging wie im Fluge - und gleichzeitig lief bei uns alles entspannter und gemütlicher.

Letztes Jahr habe ich das Bible-Art-Journaling für mich entdeckt. Die Seite, die ihr oben seht, ist dort schon entstanden - doch sie begleitet mich immer noch, ist mir nach wie vor wichtig. In unserer Zeit/Gesellschaft finde ich es schwierig, Entscheidungen zu treffen/ aus dem Meer der Möglichkeit die auszuwählen, die einem wirklich gut tun. Da gibt es eine Nachrichtenflut - überall gibt es immer Neues - in den Medien, auf Facebook, auf dem Handy, in den Werbeprospekten, ... Ständig könnte man sich weiterbilden, mehr informieren, besseres kaufen, ... Man scheint ständig etwas Wichtiges zu verpassen.

 

Als wir frisch in unser Haus gezogen waren, hatte ich das Gefühl, hier gehen die Uhren langsamer. Am Samstag haben die Geschäfte nur bis halb eins auf, und es gibt überhaupt nicht viele Geschäfte. Zwischen hier und der nächsten Stadt ist viel Wald, so dass man sich wirklich abgelegen vorkommt. Und: Mit unserem Telefonanschluss hatte es eine Weile Probleme gegeben, so dass wir ein paar Wochen ohne Internet waren. An diese Zeit erinnere ich mich gerne. Wenn ich Fragen hatte, konnte ich nicht mal eben Tante Google fragen. Sondern eher die Menschen um mich rum, Bücher wurden wieder hervor gekramt. Man hat sich wieder Hilfe von den Menschen um einen herum erhofft. Auf der Suche nach einem neuen Rezept, konnte ich nicht aus den Weiten des World Wide Webs schöpfen - und Stunden damit zubringen, das Beste herauszusuchen - sondern aus der Begrenztheit meines Bücherregals. Aber das war dann einfach so und es war auch nicht schlimm - vielleicht sogar im Gegenteil - es ging viel schneller, das "beste" Rezept zu finden.

 

Während meiner Zeit in Afrika/Ghana ist mir das erste Mal bewusst geworden, wie befreiend es sein kann, gar nicht so viel Auswahl zu haben. In dem Supermarkt dort (in der Hauptstadt Accra!) gab es auch verschiedene Produkte, doch meist gab es jeweils nur 1 oder 2 Packungen. Oder es war eben gerade aus - das könnte man sich hier kaum vorstellen. Zurück in Deutschland auf dem Flughafen in Frankfurt ließ mich die Auswahl im Flughafensupermarkt erstmal fast verzweifeln. Dort gab es gefühlte 100 Sorten "Erdbeerjoghurt". Mir kam es so verrückt vor.

 

In den letzten Wochen habe ich einen "Ausflug" zu facebook gemacht und war erstaunt, wie viel Werbung dort gemacht wird - und wie unübersichtlich es ist. Bald habe ich mich wieder abgemeldet - das tat gut ;-)

 

Diese Erfahrungen haben mir gezeigt/bewiesen, dass weniger oft mehr ist. Und dennoch ist es schwierig, sich selbst zu beschränken, irgendwie unnatürlich, wenn man doch viel mehr haben könnte. Wahrscheinlich ist das das eigentliche Problem? Mehr zu haben erscheint einem ja meist als erstrebenswert, "mehr" klingt doch besser als "weniger"...

 

Das wichtigste in unserem Leben könnte Jesus sein. Oft wurde Jesus in meinem Leben irgendwo mit angehängt. Weil da doch so viel anderes zu tun ist. Und der Tag hat einfach nicht mehr als 24 Stunden ;-) Doch plötzlich hat sich da nun etwas in mir verändert - und ich hoffe so sehr, dass es in diese Richtung weiter geht.  Ich nehme mir wieder mehr Zeit, um in Ruhe :) Lobpreis zu machen, in der Bibel zu lesen, den Moment zu genießen. Ich habe Zeit, um das Bible-Art-Journaling wieder aufzugreifen - denn es tut mir gut, mich intensiver mit Bibeltexten zu befassen. Und ich versuche wirklich weise mit den Medien umzugehen, mein "altes" Handy lieber doch nicht gegen ein geschenktes Smartphone einzutauschen (damit würden sich wieder so viele neue Möglichkeiten ergeben und ich habe einfach gerade keine Lust darauf, mich noch mehr entscheiden zu müssen ;-) ), lieber Zeit in der Natur zu genießen, meine Familie zu genießen. Ich möchte meine Zeit nicht damit verbringen, das "beste" Produkt zu suchen, sondern lieber mit Dingen füllen, die mir wirklich wertvoll sind. Mir hilft es auch, zu überlegen, welchen Wert etwas für mich oder andere auf lange Sicht hat.

 

Ich bin so froh, Gott sagt in der Bibel -

Wenn jemand unter euch Weisheit braucht, weil er wissen will,

wie er nach Gottes Willen handeln soll,

dann kann er Gott einfach darum bitten.

Und Gott, der gerne hilft, wird ihm bestimmt antworten,

ohne ihm Vorwürfe zu machen.

Jakobus 1,5

Das möchte ich mitten im Alltag viel mehr üben.

Ich wünsche dir einen richtig schönen Tag (wohl mit weniger Frühling, aber dafür vielleicht mit mehr Gemütlichkeit :) )

 

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Ostergedanken

Ostern - das Fest der Osterhasen und Eier. Ein Frühlingsfest. Als christliches Fest denkt man wohl als erstes an Jesus Kreuzigung - und das ist wirklich kein Grund zu feiern! Doch da steckt ja so viel mehr dahinter.

Ich tue mich bisher komischerweise echt schwer mit Ostern - Ostern feiern mit unseren Kindern. Es ist für mich kein Fest, dass ich wegen der Osterhasen und Eier feiern möchte (obwohl ich um den Gedanken weiß, dass die Eier Symbol des Neuanfangs sein sollen, wie auch die fruchtbaren Hasen). Aber von Jesus grausamem Tod zu erzählen, den er für mich/für dich/für uns auf sich genommen hat - puh, das finde ich ehrlich auch schwierig.

Das war mein erster Versuch diesen Artikel zu schreiben, indem ich in die Richtung gehen wollte, wie man mit Kindern ein christliches Ostern feiern könnte - wo Osterhase und Ostereier nicht im Vordergrund stehen. Doch vielleicht fange ich lieber von der anderen Seite an - dort, wo mich die Geschehnisse selbst neu berührt, verblüfft und mir die Augen geöffnet haben.

 

In den letzten Tagen habe ich ein Buch von Derek Prince gelesen: "Der Weg nach oben führt nach unten" Im ersten Teil dreht sich alles um Satan, wie er  als ehemaliger Engel des Herrn gefallen ist. Nun herrscht er in der Welt.

Derek Prince erzählt dort ein Erlebnis und was ihm dadurch klar wurde. Er begegnete einer Frau, die verlobt war. Sie trug ein Bild ihres Verlobten bei sich. Doch dann trennte sich der Verlobte von ihr. Sie war sehr verletzt und wütend und zeriss daraufhin das Bild ihres ehemaligen Verlobten.

Das wurde für Derek Prince ein Bild dafür, wie es Satan mit uns gehen muss. Wir sind ein (Eben)"Bild"  von Gott und weil er Gott hasst, versucht er auch uns Menschen zu vernichten. Indem er uns verzweifeln lässt, Lösungen in Drogen oder Alkohol verspricht bis hin zum Selbstmord. Dann hat er es geschafft.

 

Heute habe ich im Epheser-Brief gelesen und das passt so gut:

 

"Ihr habt genauso in der Sünde gelebt, wie der Rest der Welt, beherrscht von Satan, der im Machtbereich der Luft regiert. Er ist der Geist, der in den Herzen derer wirkt, die Gott nicht gehorchen wollen (- und ich glaube, damit ist auch gemeint, dass er immer wieder durch ein Schlupfloch in mein Herz kommen kann, wenn ich es mal wieder alleine schaffen will-). ...

Doch Gott ist so barmherzig und liebte uns so sehr, dass er uns, die wir durch unsere Sünde tot waren, mit Christus neues Leben schenkte, als er ihn von den Toten auferweckte. Nur durch die Gnade Gottes seid ihr gerettet worden! Denn er hat uns zusammen mit Christus von den Toten auferweckt und wir gehören nun mit Jesus zu seinem himmlischen Reich. So wird er für alle Zeiten an uns seine Güte und den Reichtum seiner Gnade sichtbar machen, die sich in allem zeigt, was er durch Christus Jesus für uns getan hat."

 

und das scheine ich immer mal wieder zu vergessen:

 

"Ihr werdet also nicht aufgrund eurer guten Taten gerettet, damit sich niemand etwas darauf einbilden kann. Denn wir sind Gottes Schöpfung. Er hat uns in Christus Jesus neu geschaffen, damit wir zu guten Taten fähig sind, wie er es für unser Leben schon immer vorgesehen hat." (aus Epheser 2)

 

Ohne Gott sind wir nicht wirklich (ausdauernd) zu guten Taten fähig. Da kann ich mich so bemühen und anstrengen, ich komme ganz schnell an meine Grenzen. Wir haben ja heute das Glück, dass wir in einer "neuen Zeit" leben. Wir können im Grunde nichts dazu beitragen, von Gott angenommen zu werden, es braucht nur unser "Ja, ich will".  Wenn wir Gottes Weg annehmen, Gottes Geschenk, dass Jesus alles auf sich genommen hat, was eigentlich uns hätte gelten müssen, dann können wir dieses neue Leben leben :) Und doch braucht es täglich neu dieses "Ja, ich will"

 

"Ostern" ist mir immer noch fremd. Mit Ostern verbinde ich eher das Fest der Hasen und Eier, als die Auferstehung Jesu, sein Sieg über den Tod, meine Rettung vor Satan. Jesu Tod am Kreuz klingt so viel lauter - das war so ungerecht, wieso hat er das getan? Warum hat er das auf sich genommen? Das habe ich gar nicht - so überhaupt gar nicht - verdient und es beschämt mich. Wie ein Mensch die Schuld aller Menschen auf sich nehmen konnte, der selber nie gesündigt hat. Der, der eigentlich ein richtig gutes Leben verdient hätte, hat sich beschimpfen, bespucken - hinrichten lassen! Damit ich ein neues Leben leben kann. Damit Du noch mal von vorne beginnen kannst.

 

Das Unbegreifliche bedeutet neues Leben, für mich, für dich, für jeden der zu Gott "Ja, ich will" sagt. Das ist eigentlich Ostern. Ein neuer Weg - der einzige Weg, eine Beziehung mit Gott zu beginnen. Ein Leben mit Gott zu leben.

- Vielleicht ist mir diese wunderbare Nachricht ja nur "zu groß", als dass sie in ein paar Tage gepresst werden könnte. Ich übe mich aber sowieso noch im Feiern ;)

 

( Als wir in unser neues Heim umgezogen waren, stand direkt Ostern vor der Tür und ich wollte da gerne eine Tradition für uns finden, irgendetwas, das für mich zu Ostern passt. Ich dachte zuerstmal an das Passahfest und fand heraus, dass Juden traditionell dazu Matzen herstellen. Schnell fand ich ein Rezept dazu. Und gleich dabei wurde ein anderes Rezept empfohlen: Matzen mit Schokoladenkaramell

Das möchte ich dieses Jahr auch gerne wieder machen, denn für mich drückt das die Bedeutung von Ostern, von Jesus Auferstehung und Sieg, das Geschenk meines neuen Lebens so gut aus: Vorher, ohne meine Beziehung zu Gott oder auch wenn ich mich mal wieder verrannt habe, ist mein Leben ein bisschen so, als ob ich Matzen (richtig nach Anleitung) backen wollte. In dem Rezept gibt es für jeden Schritt eine Zeitangabe, die eingehalten werden soll - und das ist richtig schwierig - ich habe es nicht geschafft. Aber dann, mein neues Leben mit Jesus ist wie die Matzen mit Schokoladenkaramell: da freut man sich schon während dem Zubereiten auf das Naschen, nascht vielleicht schon mal zwischendurch, ohne dass einem die Zeit davonrennt, alles riecht köstlich, es ist eine große Freude  :) )

 

Ich wünsche dir schöne Ostervorbereitungen, genau so, wie es für dich passt :)

 

Bildquelle: aboutpixel.de / Willow spring branches in glass bottle on a white wooden background © Oksana Ariskina

 

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wanted: Heiliger Geist

Die letzten Tage wusste ich nicht, was ich hier schreiben könnte. Da gab es irgendwie nichts, was gepasst hätte, was "von innen nach außen" wollte. Ich fühlte mich ein wenig "ausgetrocknet". Da war nichts, was ich an (Gutem) hätte weitergeben können. Doch warum?

 

Neue Abenteuer haben sich aufgetan - und schon strebten sämtliche Gedanken genau dorthin. Nur leider blieb dann anderes auf der Strecke. Und das wurde spürbar.

Doch was hatte ich eigentlich versäumt? Ich las weiterhin in der Bibel. Redete mit Gott. Meine Gedanken strebten trotzdem immer wieder davon.

Heute ging mir auf, was ich versäumt hatte: Ich habe schon einige Tage nicht mehr "in Sprachen" gebetet! Das habe ich einfach "vergessen". In der Bibel steht:

 

"Denn wer in einer Sprache redet, redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht es, im Geist aber redet er Geheimnisse."

"Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst"

1. Korinther 14,2+4

 

Ich bekam die "Gabe der Zungenrede" in einer für mich sehr herausfordernden Zeit. Es ging einfach los - und es war mir sehr unheimlich. Doch mit den Jahren habe ich andere Menschen kennen gelernt, die auch diese Gabe besitzen, und es auch immer wieder gewagt, in Sprachen zu reden. Es ist so ein tolles "Hilfsmittel" zur Ruhe zu kommen. (Ganz schön schwierig, das in Worte zu fassen.) Bei Gott wieder anzukommen, mich wieder in die richtige Richtung auszurichten, sogar wenn ich nicht wusste, wo oben oder untern ist - selbst wenn mir alle Worte fehlten.

 

Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern.

Römer 8,26

 

Ich staune, wie viele Bibelstellen (Noch auf den kleinen Pfeil neben der Trefferangabe klicken und dann auf Neues Testament gehen) es über den Heiligen Geist gibt! Ich habe viel theoretisches Wissen über den Heiligen Geist, aber gerade wird mir bewusst, wie wenig davon in meinem Herzen angekommen zu sein scheint.

Der Heilige Geist ist eigentlich der "Ansprechpartner" für uns hier auf der Erde - das wird in den Bibelstellen so deutlich. Das verwirrt mich gerade, denn über den Heiligen Geist wird doch eher wenig gelehrt/geredet. Kommt er da nicht  viel zu kurz? Kommt er in meinem Leben nicht viel zu kurz?

 

Ich möchte ihn schon lange besser kennen lernen - und verliere ihn so oft wieder aus dem Blick. Vielleicht ist das Reden in Sprachen die Lösung, die "Krüke", die mir auf dem Weg, mehr über ihn zu erfahren (so, dass es bis in mein Herz rutscht!) , helfen kann. Das möchte ich ausprobieren :)

 

Mir gefällt das Foto so gut, es passt für mich zum Leben mit dem Heiligen Geist: Es ist, als ob der Heilige Geist uns den Weg zum Leben mit/aus Gott zeigt, auf wunderschöne Weise (Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. Galater 5,22), wie diese Rosenblätter.

Bildquelle: aboutpixel.de / Rosentreppe © Yvonne Koden

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Warten versus Handeln

Für mich ist  es oft schwierig zu entscheiden, ob ich auf "Gott warten" soll oder ob ich lieber einfach mal handeln soll. Wenn es mir zu langsam geht, wenn ich nicht sehe, dass Gott etwas tut, dann bin ich versucht einfach selber zu machen. Doch dann gibt es da auch eine Angst in mir (oder Bequemlichkeit?), etwas falsch zu machen und lieber auf den "Zettel vom Himmel" zu warten, um zu entscheiden, was "dran" ist.

 

Vielleicht sollte ich besser Gott noch einige Jahre kennen lernen und dazu Lebenserfahrung gewinnen, um über dieses Thema zu schreiben, denn ich komme immer wieder in Situationen, wo ich mich frage: Sollte ich jetzt lieber "auf Gott warten" oder "losgehen".

 

Bis ich diesen Blog hier begann überlegte ich lange: Soll ich oder soll ich nicht? Gott, schreib mir doch bitte einen Brief, so dass ich schwarz (oder blau oder grün, ...) auf weiß lesen kann, ob das hier eine gute Idee ist, oder nicht! Mich hat der Gedanke, diesen Blog zu beginnen richtig lange beschäftigt. Ich wollte aber auch "keine Energie verschwenden". Doch irgendwann dachte ich an einen guten Spruch:

Ein Schiff, dass nicht fährt, kann man nicht lenken.

 

Und da ich schon so lange über einen Blog nachdachte, beschloss ich, es nun einfach zu versuchen. Das sagte ich auch Gott - und dass ich mich gerne von ihm lenken lassen möchte. Welche Richtung er auch wählen wird... Und sogar auf die "Gefahr" hin, dass das "Zeitverschwendung" sein würde...

 

Gestern habe ich eine Predigt von Joyce Meyer angehört und dabei bin ich auf einen Bibelvers aufmerksam geworden:

Da sagte der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast,

sie gab mir von dem Baum, und ich aß.

1. Mose 3,12

Hier sagt Adam eigentlich: Ich kann doch nichts dafür, DU hast mir doch diese Frau zur Seite gegeben.

Das hat mich an ein Gespräch mit Gott erinnert, als ich noch Single war und meinen Mann kennen gelernt hatte. Ich wollte alles richtig machen, genau den richtigen Mann heiraten, mit dem ich eine wunderbar harmonische Beziehung leben würde und so bat ich Gott inständig, dass er diese Beziehung verhindern sollte, wenn sie nicht in seinem Sinne wäre - also im Prinzip wollte ich gerne eine Absicherung für ein bequemes, angenehmes Leben. Damals wurde mir klar, dass Gott von mir möchte, dass ich selbst die letzte Entscheidung treffen soll - damit er sowas wie im Garten Eden nicht wieder hören muss ;-) Ich glaube, das ist wirklich wichtig und natürlich weise. Wenn Gott allein mir meinen Mann ausgesucht hätte und gesagt hätte: "Den sollst du heiratet, dass ist dein Mann, so habe ich mir das vorgestellt." Dann würde ich mich bei jedem auftauchenden Problem an ihn wenden und sagen:

"Du wolltest doch, dass wir heiraten, jetzt bring du hier bitte alles wieder in Ordnung. Es ist nömlich gerade nicht sehr bequem, dabei wolltest DU doch diese Beziehung. Und ich lege mich so lange in die Sonne. Sag mir Bescheid, wenn du fertig bist...."

Hm, also ich meine, es ist ja gut, dass wir uns an Gott wenden und Gott hilft uns gerne, da bin ich mir sicher. Nur hätte ich eine passivere Haltung, wenn ich das Gefühl hätte, ich habe diesen Menschen vor allem geheiratet, weil Gott das so wollte. Es ist ja auch wichtig, dass man bereit ist, mit Gottes Hilfe Probleme anzugehen.

 

Es gibt aber auch diesen Vers:

Werde ruhig vor dem Herrn und warte gelassen auf sein Tun.

Psalm 37,7

Und das hat mich immer etwas durcheinander gebracht - ich sollte lieber nichts tun, bis ich nicht sicher weiß, dass Gott da sein "Ja" zu gibt....

Eben habe ich mal bewusst die Verse drumherum gelesen. Da steht:

Reg dich nicht auf über Menschen, die Gottes Gebote missachten! Und wenn es den Unheilstiftern gut geht, beneide sie nicht!

Denn wie das Gras verdorren sie bald, sie welken und gehen ein wie grünes Kraut.
Verlass dich auf den Herrn und tu, was recht ist; dann bleibst du im Land und wohnst in Sicherheit.
Suche dein Glück beim Herrn: Er wird dir jeden Wunsch erfüllen.
Überlass dem Herrn die Führung in deinem Leben; vertrau doch auf ihn, er macht es richtig!
Deine guten Taten macht er sichtbar wie das Licht des Tages, und deine Treue lässt er strahlen wie die Mittagssonne.

Werde ruhig vor dem Herrn und warte gelassen auf sein Tun!

 

Doch wenn ich das nun so lese, wird mir klar, dass Gott uns schon ganz viel darüber gesagt hat, wie wir leben sollen. Wir können ja in der Bibel lesen, was gut ist. Trotzdem ist Gespräch mit Gott sicherlich wichtig (wie soll  auch sonst unsere Beziehung wachsen).

 

Wir sollen auf ihn vertrauen, auf sein Tun warten, wenn wir bedrängt werden, sollen tun was recht ist, und darauf vertrauen, dass Gott diesen Weg segnen wird. Vielleicht wenn man auf der Arbeit angehalten wird, etwas anders darzustellen - dies dann aber nicht zu tun, auch wenn man damit erstmal anstößt. (Da gibt es ein sehr beeindruckendes Buch, wo Geschäftsleute sich für einen unbequemeren Weg entschieden haben, aber damit in Gottes Sinne gehandelt haben und davon erzählen, wie sie dabei Gottes Führung erlebten und wie wunderbar Gott das alles segnete.)

 

Werde ruhig vor dem Herrn... wenn wir in Unruhe geraten sind, hilft es immer, in Gottes Ruhe einzutauchen. Wobei das gerade in solchen Situationen oft ein richtiger Kampf ist, und es mir manchmal schwer fällt, nicht aufzugeben, bevor ich nicht bei Gott angekommen bin. In Seiner Gegenwart wird mein Blick neu ausgerichtet. Die Probleme sehen viel kleiner aus und es kommt Ordnung hinein. Danach fällt es viel leichter, Entscheidungen zu treffen, zu erkennen, was gut und richtig ist und man kann wieder Fahrt aufnehmen, um sich weiter von Gott lenken zu lassen :)

 

Bildquelle: aboutpixel.de / Hafen Poller © Andy Grob

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Bei der Suche nach dir selbst kannst du Gott nach dem Weg fragen

Es gibt einen Spruch, der lautet in etwa so wie die Überschrift dieses Beitrages.

Identität ist so wichtig für uns Menschen. Immer wieder müssen wir neu ausloten, wer wir sind. Welchen Platz hat man als Kind unter den Geschwistern? In der Klasse? Im Büro? Und wenn man "nur" Hausfrau und Mutter ist? Unsere Identität  hängt eng mit unserem Wert zusammen. Zumindest glauben wir das. Fühle ich mich am Rande der Gesellschaft, scheine ich nicht so viel Wert zu sein, als wenn ich eine wichtige Aufgabe habe und man mich nicht so leicht ersetzen kann.

 

"Die Frage nach Identität ist in unserer Gesellschaft aktueller als je zuvor. 'Ich bin auf der Suche nach mir selbst!' - 'Ich weiß nicht, wer ich bin.' - 'Ich suche die inneren verborgenen Kräfte meines Seins.'

Weißt du eigentlich, dass sich Gott ganz viele Gedanken über die Identität des Menschen gemacht hat? Der Mensch fühlt sich oft verloren, und er ist es auch!

Ich möchte dir heute die frohe Botschaft verkündigen: Hör auf zu suchen und lass dich von Jesus finden! Er kam, um zu suchen, was verlorengegangen war. In dir wirst du die Lösung nicht finden. Im Gegenteil: Im Irrgarten deiner Seele wirst du  nicht Heilung, sondern Verwirrung finden und dich womöglich darin verlieren. Deine Identität wird nur heil und ganz, wenn du heimkommst zu Gott und ihm zuhörst. Öffne deine Ohren für das, was er über dich sagt und was er für dich getan hat.

Gottes Lösung heißt:  Übergib mir dein gesamtes Leben, dann schau weg von dir und erfreu dich an all den Geschenken, die ich für dich vorbereitet habe.

Schau nicht ständig in dich hinein! Schau weg von dir und schau auf meinen Sohn. Im Anschauen von ihm findest du auch dich und wirst heil werden."

 

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch "Proklamiere das Wort Gottes!" von Monika Flach. Es begleitet mich schon fast ein Jahr. Immer wieder hole ich es hervor, weil es mir einfach so gut tun. Sie schreibt nicht nur selbst, sondern das Buch ist auch eine Sammlung von Bibelversen, die nach Themen sortiert sind. Damit ist es für mich schon ganz oft eine Hilfe gewesen, um wieder in Gottes Gegenwart anzukommen, gerade, wenn ich mich ein wenig "verlaufen" hatte. Und auch sonst tut es mir immer wieder gut, ihre Gedanken und die vielen Bibelstellen zu lesen.

 

Manchmal (ok, ich gebe es zu, das passiert viel zu oft) vergesse ich, dass mein Wert nicht davon abhängt, was ich tue oder irgendwie vorzeigen kann. Mein Wert hängt von Gott ab! Es ist unwichtig, was Menschen über mich denken, ob sie die gleichen Dinge gut finden wie ich, ob sie etwas genauso machen würden wie ich, ... Wenn ich weiß, dass Gott mich liebt, dass ich für ihn wertvoll bin, weiß ich alles, was ich wissen muss.

 

Für ihn bin ich wertvoll. Mein Gott ist meine Kraft. Jesaja, 49,5

 

 Für ihn bin ich "wertvoll" - also voller Wert - so wird mir noch klarer, wie stark dieses Wort eigentlich ist. Gott sieht in mir nicht den Menschen voller Schwächen und Fehler - ja, er weiß natürlich um sie, aber wenn er mich ansieht (dich ansieht), denkt er nicht, das ist Petra, die kann dies nicht und das nicht und daran scheitert sie auch immer wieder. Sondern er sieht uns voller Liebe an. Ich stelle mir vor, dass er, wenn er uns ansieht, vor allem sieht, was er alles in uns hineingelegt hat und wie er sich riesig freut, wenn davon wieder etwas aufgeblüht ist.

 

Es gibt Tage, da sehe ich nur meine Schwächen - und kann mir so wenig vorstellen, dass Gott etwas anderes sehen könnte. Dann wäre ich gerne schon viel weiter und verzweifel ein bisschen an mir. Vielleicht geht es dir auch manchmal so. Aber: das stimmt ja gar nicht! Gott sieht uns nicht als Versager! Bloß weil wir uns grad so fühlen, ist Gott immer noch Gott - und sein Herz schlägt für uns. :)

 

In der Bibel findet man ganz viel zum Thema Identität (und die Sammlung in dem Buch von Monika Flach finde ich da so hilfreich). Wenn ich mal nicht mehr weiß, wo oben und wo unten ist, kann ich bei diesen ganz grundlegenden Dingen anfangen. Und Gott bitten, mir zu zeigen, wie er mich sieht.

 

Bildquelle: aboutpixel.de / Kleiner Roboter © Franziska Krause

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Heute schon gestaunt?

Staunen ist so etwas Schönes. Ich liebe es zu staunen - und gerade ist mir bewusst geworden, wie sehr ich das Staunen in meinem Alltag vermisse. Wo habe ich es verloren? Habe ich keine Zeit mehr zu staunen? Warum denn? Oder fehlen mir vielleicht die staunenden Vorbilder? Mit ganz kleinen Kinder ist es so leicht zu staunen. An jeder Ecke finden sie etwas Staunenswertes. Letztes Wochenende war ich alleine mit unserer zweijärigen Tochter unterwegs - und sie fand an allen Ecken etwas zum Staunen. So dachten ihr großer Bruder und der Papa Zuhause, wir würden gar nicht mehr vom Einkaufen zurückkommen, aber wir haben es genossen zu sehen, was es alles für spannende Dinge unterwegs gibt.

 

Wenn wir sonst im Alltag zu dritt unterwegs sind, sind wir froh, wenn wir den Weg schnell hinter uns bringen und möglichst bald ans Ziel kommen. So wie man in unserer Gesellschaft glaube ich oft mit den Wegen umgeht. Wir wollen möglichst schnell am Ziel sein, am liebsten den kürzesten Weg nehmen, das schnellste Transportmittel. Aber das ist doch eigentlich schade! Wenn man dann mal langsam unterwegs ist, einen Weg erwandert, fällt einem wieder die Schönheit des Weges auf. Eine längere Zeit wandernd unterwegs zu sein, schenkt einen ganz anderen Lebensrhythmus. Einen anderen Blick für die Dinge um einen herum.

 

Staunen ist für mich wie ein Sprungbrett um Gott zu loben und zu preisen. Wie schön er die Natur gemacht hat. Wie besonders jeden einzelnen Menschen! An jeder Ecke findet sich doch Staunenswertes, wenn man sich nur mal Zeit nimmt, genauer hinzusehen :)

 

Psalm 63 liebe ich sehr - David befindet sich in der Wüste, da muss man wahrscheinlich sehr genau hinsehen, um etwas anderes als Sand/Geröll zu entdecken. David steckt in dieser Einöde fest, verfolgt von Saul, der ihn töten will, doch je mehr er seinen Blick auf Gott ausrichtet, sich in Erinnerung ruft, was Er für ihn getan hat und wie Gott ist, desto mehr Freude wächst in seinem Herzen, freudvolles Staunen...

 

Psalm 63

Ein Psalm Davids aus der Zeit, als David sich in der Wüste Juda aufhielt.
Gott, du bist mein Gott; dich suche ich von ganzem Herzen. Meine Seele dürstet nach dir, mein ganzer Leib sehnt sich nach dir in diesem dürren, trockenen Land, in dem es kein Wasser gibt.
Ich habe dich in deinem Heiligtum gesehen und deine Macht und Herrlichkeit bestaunt.
Deine Gnade bedeutet mir mehr als das Leben; dich preise ich von ganzem Herzen!
Ich will dich ehren, solange ich lebe, und meine Hände im Gebet zu dir erheben.
Wie mit köstlichen Speisen, so machst du mich glücklich, dich will ich loben und preisen.
Wenn ich in der Nacht wach liege, denke ich über dich nach, die ganze Nacht denke ich nur an dich.
Ich denke daran, wie sehr du mir geholfen hast; ich juble vor Freude, beschützt im Schatten deiner Flügel.
Ich halte mich nah zu dir, denn deine rechte Hand hält mich sicher.
10 Die aber, die mich vernichten wollen, werden selbst in den Tiefen der Erde verschwinden.
11 Durch das Schwert werden sie sterben und zur Beute der Schakale werden.
12 Der König wird sich in Gott freuen. Und alle, die auf ihn vertrauen, werden ihn loben, denn die Lügner müssen schweigen.
Bildquelle: aboutpixel.de / Frühlingswiese © Iro
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Zum Fliegen geboren

Dagegen bringt der Geist Gottes in unserem Leben nur Gutes hervor:

Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue,

Besonnenheit und Selbstbeherrschung.
Galater 5,22+23

 

Früher, noch bevor ich mich als Studentin für Jesus entschieden hatte, träumte ich immer mal wieder vom Fliegen. In diesen Träumen gab es meist eine Gefahr oder eine ausweglose Situation, doch dann flog ich einfach hoch in die Luft und ließ mich vom Wind tragen. Es waren also richtig schöne, ermutigende Träume :) Daran hat mich Gott heute Morgen erinnert und ich wollte mal die Arme ausbreiten, wie ich das in den Träumen immer mache, wenn ich zum Fliegen ansetze. Da merkte ich , dass das keine Bewegung ist, die ich häufig mache, denn es war recht anstrengend. Stundenlang mit Körperspannung könnte ich das im Moment gar nicht.

 

Fliegen ist für mich auch ein Bild für ein Leben, dass vom Heiligen Geist geleitet ist. Da gab es schon Situationen, wo ich mich so sehr vom Heiligen Geist geleitet gefühlt habe und das hat sich für mich tatsächlich ähnlich wie dieses Fliegen angefühlt.

 

Mir kam der Gedanke, dass es eben auch mit meinem Leben mit dem Heiligen Geist so ist wie mit dem Fliegen. Von einem zum anderen Tag wird man gar nicht völlig verbunden mit dem Heiligen Geist leben können. Das braucht ein intensives Kennenlernen und Training. So kann man immer mehr und mehr in ein Leben, geleitet durch den Heiligen Geist, hineinwachsen.

Das ist wie mit unseren Gaben, schätze ich. Gott legt Begabungen in uns hinein - und als Kind dachte ich immer, wenn man begabt ist, bedeutet das, dass man etwas sofort perfekt beherrscht; logischerweise schloss ich daraus, dass ich für etwas nicht begabt bin, wenn ich es nicht gleich beherrsche. ;-) (hatt Gott mich also irgendwie vergessen?!)

Tatsächlich könnte man vielleicht sagen, man entdeckt seine Beganbungen, wenn man Dinge ausprobiert, sie einem so viel Freude machen und/dass man sie leichter lernt als anderes.

 

Manchmal verzweifel ich ein bisschen an mir, weil ich denke, ich müsste doch schon viel weiter sein. Dieses Bild heute Morgen, dass man das Fliegen auch trainieren muss, Muskeln langsam aufbauen, bis das Fliegen immer besser klappt, ermutigt mich, dran zu bleiben und nicht zu verzweifeln.  Und sogar nach einer "Trainingspause" kann man ja wieder einsteigen. Das finde ich wirklich mutmachend... =)

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Frühjahrputz im Herzen

Und beständig wird der HERR dich leiten, und er wird deine Seele sättigen an Orten der Dürre und deine Gebeine stärken.

Dann wirst du sein wie ein bewässerter Garten und wie ein Wasserquell, dessen Wasser nicht versiegt.

Jesaja 58,11

 

Nun versuche ich schon seit zwei Tagen über unseren Garten zu schreiben, bzw. über das, was er mich lehrt oder an was er mich erinnert - doch die Texte, die bisher dabei rauskamen, sind nicht das, was ich eigentlich sagen will...

 

Ich bin sehr gerne in unserem Garten. Und auch die nötigen Pflegearbeiten mache ich wirklich gerne: Unkraut jäten, Pflanzen stutzen (das ist wie Haare schneiden, ich muss nur immer aufpassen, rechtzeitig aufzuhören ;-) ), Blätter zusammenrechen und natürlich auch pflanzen und säen. Nur das regelmäßige Gießen ist nicht so meins. Das vergesse ich manchmal, oder ich gieße zu viel - das mögen unsere Pflanzen leider auch nicht. Einen richtig grünen Daumen scheine ich leider nicht zu haben. (Aber das kann ja noch werden ;-) )

 

Die Gartenarbeit erinnert mich immer wieder an mein Leben - der Garten ist ein gutes Bild für mein Herz. Dort sammeln sich auch immer wieder Dinge und Gewohnheiten an, die ich dort gar nicht haben möchte. Manches "überwuchert" anderes, was mir eigentlich wertvoll ist. So wird es auch in meinem Herzen immer wieder nötig, Unkraut zu jäten, manches zu beschneiden, neu zu pflanzen und regelmäßig zu wässern!

Und wie bei der Gartenarbeit - ich zupfe nicht täglich das Unkraut, sondern immer mal wieder wenn ich sehe, dass es nötig ist - schaue ich mir auch mein Herz nicht täglich genau an. Aber von Zeit zu Zeit wenn ich das Gefühl habe, nun wäre es mal wieder dran.

 

Anlässe sind für mich zum Beispiel das Gefühl, dass ich dem Leben nicht mehr hinterherkomme, meinen Fokus wieder neu ausrichten möchte, wenn manches nicht mehr so läuft, obwohl es schon besser lief, oder anderes nun wirklich endlich aus meinem Herzen verschwinden soll. Ich finde es auch erstaunlich, wie mir mein Reden - meine Wortwahl - aufzeigt, was im Argen liegt.

 

Wenn ich damit zu Gott gehe, ihm das hinlege, ihm davon erzähle und ihn bitte, mir da rauszuhelfen, aufzuräumen in meinem Herzen, Platz zu machen für mehr von ihm, meine Prioritäten neu zu ordnen - dann tut er das! So wie im Garten nach dem Unkraut Jäten wieder mehr Platz für die schönen, gewünschten Pflanzen ist, so kommt mir mein Herz wieder viel luftiger vor, ich fühle mich frei(er) mit Gott zu leben, mich auf ihn zu konzentrieren. Und das tut so gut.(Und an der Stelle unterscheidet sich der Frühjahrsputz in meinem Herzen von der Gartenarbeit - ich muss das nicht alleine aufräumen! In meinem Herzen scheiterte ich sogar daran, wenn ich es versuchte.)

 

Damit dann auch all das Gute gut wachsen kann, ist das regelmäßige Wässern so wichtig - so kann die Saat erst gut aufgehen. Für mein Leben bedeutet das, dass ich regelmäßig Zeit mit Gott verbringe. Mich auch nicht durch einen vollgestopften Alltag davon abbringen lasse - vielleicht kann ich da ja auch etwas ausmisten?!  Auch mit dieser Frage bin ich bei Gott richtig. Da wo die "Sorgen und Beschäftigungen des Alltags" mein Leben überwuchern, kann auch nichts Buntes, Fröhliches, Schönes mehr wachsen.

Vielleicht kann ich ja im Sommer an meinem grünen Daumen arbeiten (regelmäßig die Pflanzen zu gießen und dabei Gespräche mit Gott führen :) )

 

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Diesel oder Benzin

Doch David fand neue Kraft im Vertrauen auf den Herrn, seinen Gott.

1. Sam. 30,6

 

Dieser Vers ist mir heute Morgen ganz besonders aufgefallen. "Im Vertrauen auf den Herrn fand David neue Kraft" steht da. Also wenn ich darauf vertraue, dass Gott für mich sorgt, dass Gott mir Wege zeigt, Probleme zu lösen, wenn ich darauf vertraue, dass er mir Rat gibt, wo mir Weisheit fehlt - und auch wenn ich darauf vertraue, dass ich mir diese Zeit jetzt mit Gott nehmen kann, obwohl meine To do-Liste noch viel zu lang ist, dann kann ich auftanken bei Gott. Kraft schöpfen und neu gestärkt in den Tag gehen.

 

David steckte in einer schwierigen Situation. Er und sein Heer waren mit dem Heer der Philister (bei denen sie Unterschlupf gefunden hatten) in einen Kampf gezogen, sollten dann doch früher zurückkehren und als sie wieder in der Stadt Ziklag ankamen, sahen sie eine verwüstete, niedergebrannte, geplünderte Stadt. Alle iIhre Frauen und Kinder waren von den  Angreifern, den Amalekitern, entführt worden. Davids Männer waren so verbittert, dass sie ihn sogar steinigen wollten. Für ihn war dieses Situation sicher auch so schon erschütternd genug. Doch er zieht nicht sofort los, hinter den Amalekitern her um ihre Frauen und Kinder zu befreien. Das erste, was er tut, ist Gott um Rat zu fragen. Ja, er würde hinterher ziehen. Das erscheint ihm Sinn zu machen, ganz logisch zu sein. Doch zuerst fragt er Gott, ob das auch in seinem Sinne ist. Und erst, als er das "Ja" von Gott bekommt, zieht er los.

 

Gerade im Alltag finde ich es schwer, Gott nach seinem Weg zu fragen. Oft scheint mir klar, was zu tun ist, was dran ist, und das tue ich dann - um keine Zeit zu verlieren. Wenn ich dann abends platt auf dem Sofa sitze und mich frage, wie das kommt, wird mir erst bewusst, dass ich Gott gar nicht nach seinen Prioritäten gefragt habe. Seine To do-Liste für mich für diesen Tag sah vielleicht ganz anders aus als meine.


Ich finde den Vers so ermutigend, auch in den kleinen Entscheidungen  auf Gottes Führung zu vertrauen, mit Gott zu rechnen. Er ist ja an uns interessiert. An den großen und den kleinen Dingen. Und ich bin mir sicher, er zeigt uns, was dran ist - wenn wir ihn nur danach fragen und auch eine Antwort von ihm erwarten. So brauche ich meine To do-Liste ja gar nicht mehr :) wenn ich einfach Gott nach dem nächsten Schritt fragen kann.

Ich möchte immer verbundener mit dem Heiligen Geist leben, mich von ihm trainieren lassen, aufmerksam für sein Reden zu sein. Ich wünsche mir mehr zu segeln - mich vom "Wind des Heiligen Geistes" antreiben zu lassen - und nicht ständig mit dem Notfallmotor unterwegs zu sein. Der Tank wird einfach viel zu schnell leer. Oft wird mir erst dann wieder bewusst, dass ich ja  auch einfach mit dem dem Wind segeln könnte.

 

Bildquelle: aboutpixel.de / Schiff ahoi © Denny Gruner

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Mit offenen Händen

Er aber gab acht auf sie, in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen.

Apg. 3,5

 

Über diesen Mann habe ich gestaunt. Er konnte seit seiner Geburt nicht laufen und täglich wurde er zum Tempel getragen, damit er dort um Geld bitten konnte. Täglich sah sein Leben so ziemlich gleich aus: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag. Immer saß er am Boden und konnte nur aus der Froschperspektive zu den Vorbeilaufenden nach oben schauen - und das ist anstrengend, so dass er es wohl oft vorzog, auf den Boden zu schauen, die vorbeilaufenden Füße zu studieren - und irgendwann abzuschalten. Doch dieser Mann scheint sich nicht aufgegeben zu haben. Innerlich schien er eher himmelwärts zu blicken. Denn er bemerkte, dass Petrus und Johannes ihn anschauten. Sie blieben bei ihm stehen und doch klimperte es nicht, er bekam von ihnen keine Münzen zugeworfen. Irgendetwas Außergewöhnliches war hier im Gange =)

 

"Aber was ich habe, gebe ich dir. Im Namen von Jesus Christus von Nazareth: Steh auf und geh!"

Dann nahm er den Gelähmten an der rechten Hand und half ihm auf. Als er das tat, wurden die Füße und Knöchel des Mannes geheilt und erhielten ihre Kraft zurück. (Apg. 3,6)

 

Der Mann ließ sich darauf ein. Er war bereit, sich aufhelfen zu lassen. Er hätte ja auch mit dem Leben, so wie es bisher war, abgeschlossen haben können. Oder sich fragen können, ob sich diese beiden Männer gerade über ihn lustig machen wollten - sahen sie denn nicht, dass er nicht zum Spaß hier saß?!

 

Er saß tagein, tagaus am Tempel - und hörte so sicherlich täglich Gottes Wort. Kurz vorher war der Heilige Geist auf die Jünger und anderen Anwesenden gekommen - und danach gingen sie täglich in den Tempel um zu beten -  dort wurde sicherlich auch viel über die Wunder geredet, die geschehen waren - und das   machte den Gelähmten vielleicht auch bereit für sein Wunder.

 

Wundern, die ich erlebt habe, ging immer meine "Bereitschaft" voraus, überlege ich gerade. Wo Menschen mich zum Beispiel verletzt hatten, konnte das Wunder eines (echten) Neuanfangs erst geschehen, als ich bereit war, zu vergeben (Gott, ich schaffe es nicht, aber ich möchte es gerne, bitte hilf mir...).

 

Oder ich hatte eine lange Zeit, ich meine über ein Jahr lang, einen super empfindlichen Magen. Selbst ein Tropfen Orangensaft in einem ganzen Glas Wasser hat ihn zum Rumoren gebracht. Bei einer Veranstaltung war ein Mann, durch den Gott schon viele Wunder gewirkt hatte - und der glaubte, dass Gott mich an diesem Tag heilen würde. Ich sollte am Abend ein ganzes (!) Glas Orangensaft trinken - in der Pause redete ich viel mit Gott und war dann bereit,  mich darauf einzulassen - und das Wunder konnte geschehen. Das Glas O-Saft kümmerte meinen Magen gar nicht mehr und von diesem Tag an konnte ich wieder Saures zu mir nehmen.

 

Oder nachdem mein Fahrrad gestohlen wurde und ich Gott bat, mir ein neues zu besorgen (weil ich dafür mitten in der Prüfungszeit irgendwie keinen Kopf hatte und auch nicht viel Geld, damit aber zur Hochschule fahren wollte...), bekam ich in der nächsten Woche einen Anruf, dass ich ein Fahrrad für 5000 € gewonnen hatte! Am Gewinnspiel hatte jemand anderes für mich teilgenommen...

 

Und ich merke es in meinem Alltag. Wenn ich acht gebe auf Gott, mit ihm "rechne", mit seiner Gegenwart, seinem Reden, seinem Handeln - dann kommt da auch etwas bei mir an. Dann kann ich auch empfangen, was Gott mir geben möchte, womit er mich erfreuen möchte. Ein Pfarrer hat das mal gut veranschaulicht - wenn wir unsere Hände zu Fäusten verschließen, können wir nichts entgegennehmen, was ein anderer uns geben will. Wir müssen unsere Hände erst aufmachen, empfangsbereit sein, damit wir annehmen können, was ein anderer für uns hat.

 

Bildquelle: aboutpixel.de / Frühling spüren © Denny Gruner

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Gebet

Das Thema Gebet beschäftigt mich immer wieder. Es ist ja "Reden mit Gott" - und doch ist es noch viel mehr! In der Bibel findet man bitten, loben und preisen, segnen, vergeben, binden und lösen, befreien, danken und sicher noch einiges mehr.

 

Zuletzt ist mir ein für mich sehr wichtiger Gedanke gekommen: Es gibt viel Schlechtes in unserer Welt, vieles, was man sich besser wünschen würde, Notstände - und das überfordert mich ganz schön. Mir ist klar, ich kann die Welt nicht retten - aber wir sollen doch wirklich auch für andere beten, das ist doch wichtig. Bisher war es meist so, dass ich da für etwas/jemanden betete - und dann dachte ich, eigentlich müsste ich doch für alle beten! - Und dann komme ich an einen Punkt, wo ich merke: Das schaffe ich  nicht. Selbst wenn ich den ganzen Tag bete, werde ich damit nicht fertig! Aber dieses Mal wurde mir klar: Das ist auch nicht meine Aufgabe. Ich soll nur für einen bestimmten Bereich beten - und für den Bereich daneben, sucht Gott sich einen anderen Menschen und für den daneben, wieder einen anderen - bis nach und nach alles abgedeckt ist. Das hat mir eine große Last abgenommen, das was mich ausgebremst hat, ist nun weg :) Und ich fühle mich frei für die Situationen und Menschen zu beten, die mir auf dem Herzen liegen - mit der Zuversicht, dass Gott eben Gott ist und die Übersicht hat!

 

Und das Gott schon für uns gut sorgt, sich sogar um die Dinge kümmert, die wir uns wünschen/uns gut tun, um die wir ihn aber noch gar nicht gebeten haben, haben wir gerade gestern wieder erlebt. (Mt. 6,8) Wir waren zur Bücherei gefahren. Morgens hat Wunder 1 der Oma noch geschrieben, dass er sich heute ein Baggerbuch wünschen würde und ein Mama Muh Buch. Bei der Bücherei angekommen, hat uns ein lieber Mensch sein Parkticket überlassen (weil wir spät dran waren, hatte ich den kostenpflichtigen, näheren Parkplatz gewählt). Und in der Bücherei (die Mitarbeiterinnen sind so toll da! Man merkt, dass sie Bücher - und Kinder - lieben) gab's nicht nur eine tolle Beratung, und das erste Mal Gummibärchen, sondern es war auch noch ein Mama Muh Buch da und Wunder 1 hat sogar ein älteres Bagger-Buch geschenkt bekommen!

 

Bildquelle: aboutpixel.de Lindbergh Junior von Jutta Rotter

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Mehr Leben im Leben

Worin auch immer eure Arbeit besteht – tut sie mit ganzer Hingabe, denn letztlich dient ihr nicht Menschen, sondern dem Herrn.

Kolosser 3,23

 

Seit ein paar Jahren habe ich einen Lieblingsvogel - er ist sogar zu einem Vorbild für mich geworden. Und seit letzter Woche haben wir regelmäßig 3 Pärchen davon an unserem Futterhäuschen :)

Es ist der Dompfaff - auch Gimpel genannt. Damals habe ich ihn in einem Buch über Vögel entdeckt, als ich eine Unterrichtseinheit vorbereitete. Er ist auch wirklich hübsch mit seinem roten Bauch, dem schwarzen Kopf - die Weibchen sind weniger auffällig. Dass ich ihn so besonders mag, liegt aber vor allem an seinem Gesang. Als ich ihn das erste Mal hörte, war mein erster Gedanke: Huch, der singt ja ganz schön schief - oder irgendwie durcheinander. Doch seitdem begann ich seinen Gesang zu lieben - denn er singt so voller Hingabe sein überraschendes Lied. Keine leicht eingängige Melodie wie andere Vögel, er klingt nicht angepasst, sondern so, als ob er singen würde, was ihm auf dem Herzen liegt. Und genau das macht ihn zu meinem Vorbild. Es heißt in einem Psalm, die ganze Schöpfung preist Gott - jedes Geschöpf mit dem, was es kann und ist. Durch den Dompfaff wurde mir das so deutlich. Das liebe ich am Dompfaff - und es ermutigt mich, zu suchen (immer wieder!), was Gott in mein Herz gelegt hat, ausprobieren, was ich gut kann. So zu leben, dass ich Gott mit meinem Leben ehre, mit allem Besonderen, was er in mich hinein gelegt hat. Mit den vielen kleinen Dingen, die dann zu einem großen Ganzen wachsen können.

 

Im Alltag vergesse ich diese "Schatzsuche" immer mal wieder - und ich bin froh, dass Gott immer wieder Wege findet, mich daran zu erinnern :)

 

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Hinwärts zu einem strahlenden Tag

Das ist die Botschaft, die er uns gegeben hat, damit wir sie euch weitersagen: Gott ist Licht; in ihm ist keine Finsternis.

1. Johannes 1,5

 

Gestern war bei uns ein richtig "zerknautschter" Morgen. Unsere Kinder sind noch recht erkältet und ich war wohl einfach müde. In dem Moment konnte gerade niemand niemandem etwas "Recht machen". Plötzlich fiel mir ein, dass ich doch dagegen etwas unternehmen könnte - ja! Ein Lobpreislied singen wäre doch ein guter Anfang :) Und das tat ich dann - während ich einen mit Reiskörnern "beschneiten" Fußboden saugte, sang ich immer fröhlicher. Und das veränderte wirklich alles! Nun konnte der Tag starten.

 

 

 Das war eine richtig tolle Erfahrung, wirklich, als ob ich vom Trüben,  Dunklen ins Licht gelaufen wäre. Je mehr ich mit Gottes Licht aufgefüllt bin, desto weniger Platz ist da für Finsternis und trübe Gedanken :) ...

 

Bildquelle: aboutpixel.de / Buhnen an der Ostsee © Denny Gruner

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Gott - unbegreiflich, unbeschreiblich kreativ

Geht durch die Tempeltore mit Dank, tretet ein in seine Vorhöfe mit Lobgesang.

Psalm 100,4

 

Wenn ich in der Natur bin, fühle ich mich Gott immer sehr nahe. Ich staune, wie schön, wie vielfältig er alles geschaffen hat. Das kommt mir manchmal so verrückt vor. Doch da er in mich auch eine Freude am Kreativ-Sein gelegt hat (ich glaube, in jeden Menschen), kann ich mir vorstellen, wie viel Spaß es ihm gemacht haben muss, die Erde, die Tiere, die Pflanzen - und jeden einzelnen Menschen so wunderbar und einzigartig zu machen. Es gibt keine Kopie :)

Gott hat es sich nicht einfach oder bequem gemacht. In allem steckt sein Herzblut. Gestern haben wir eine Natursendung angesehen. Dort wurden Lachmöwen während der Brut gefilmt. Bald waren die Küken geschlüpft - sie sehen so fröhlich "angezogen" aus. In dem Filme leuchtete Ihr Gefieder gelb und hatte schwarze Tupfen. Wenn du mal sehen willst, wie ein Lachmöwenjunges aussieht, kannst du hier und hier schauen.

 

Vielleicht spricht mich das besonders an, weil ich auch gerne Kleidung für unsere Kinder nähe - und ich liebe gepunktete und gestreifte Stoffe. - Entenjunge haben Streifen, Frischlinge und Rehkitze haben Punkte - ich finde es so schön, dass es Tiere gibt, bei denen die Jungen ein ganz anders gefärbtes Fell haben als die ausgewachsenen Tiere. Das hat auch einen Nutzen - ihre jeweilige Fell/Gefiederzeichnung bietet ihnen Schutz vor Fressfeinden. Ein Schwanenküken ist ja grau - ich wusste nicht, dass weiß als die am besten sichtbare Farbe im Straßenverkehr gilt. Letztens ist mir dann wirklich aufgefallen, dass man ein weißes Auto im Nebel viel weiter mit den Augen verfolgen kann als andere. Grau ist sicherlich am unauffälligsten.

 

Und worüber ich gerade auch staune - draußen ist alles in Lauerstellung. Man spürt richtig, wie die Natur voller Erwartung auf den Frühling ist! Die Vögel zwitschern, erste Tage mit wärmerem Wetter hatten wir schon, es gluckert gerade überall, wenn der frisch gefallene Schnee am selben Tag wieder schmilzt. Ich freue mich auf den Frühling. Und ich freue mich, dass es die Jahreszeiten in ihrer Verschiedenheit gibt. Wie schön, dass Gott sich so etwas hat einfallen lassen. Ich liebe die Blumen im Frühling, das Vogelgezwitscher, den würzigen Duft des Waldes, wie die Sonnenstrahlen einen aufwärmen. Ich liebe laue Sommerabende, draußen sein in kurzer Kleidung, warmen Wind auf der Haut zu spüren. Das bunte Herbstlaub, diese Farbexplosion bevor es Richtung Winter geht. Den Schnee, der alles ausruhen lässt, wo man selber mehr zur Ruhe kommt, die "dunklere Jahreszeit", wo Kerzen besonders schön wirken können.

 

Wenn ich darüber nachdenke, wie schön Gott alles gemacht hat - darüber könnte man wirklich ewig nachdenken, denn da gibt es immer noch was Neues zu entdecken - macht mich das so fröhlich und dankbar. Mir wird bewusst, wie sehr Gott Freude am Leben hat, Freude in mein Leben bringen möchte. Ziemlich zu Beginn meiner Beziehung mit Gott hatte ich Gott mal gesagt, dass ich Mohnblumen so schön finde - und plötzlich sind sie mir überall aufgefallen. Täglich sah ich mindestens einmal Mohnblumen (auf Wiesen und Felder, auf Bildern, in Zeitungen, als Kunstblumen, ...). Da hat mir Gott sogar mit Mohnblumen überall Freude gemacht :)

Ich glaube, Gott liebt es, uns Freude zu machen und er selbst freut sich, wenn wir es bemerken und im dafür danke sagen - so wächst Beziehung...

 

Bildquelle: aboutpixel.de / Beautiful white dandelion with seeds on blue background © Oksana Ariskina

 

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